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Fahrt zu den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos

 

Fahrt auf dem Mekong zu den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels

Fahrt zu den Pak Ou Höhlen

In Luang Prabang bieten viele Reisebüros und Agenturen Bootsfahrten zu den Pak Ou Höhlen an. Sie liegen etwa 2 Stunden, in etwa 25 Kilometer Entfernung, flussaufwärts in einem Steilhang am westlichen Ufer des Mekong. Die Höhlen (Tham Thing, die untere Höhle und Tham Phum), liegen am Zusammenfluss von Mekong und Nam Ou, in dort steil aufragenden Kalksteinfelsen. Die Höhlen sind voller Buddhafiguren in den verschiedensten Größen, aus sämtlichen Stilrichtungen und Epochen.

Schon vor meiner Reise hörte ich viel von diesen Höhlen. Vor Ort buchte ich ein Ticket.

Beim Bootsanlegsteg warteten schon ziemlich viele Menschen. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und bestiegen anschließend zu je 5-6 Personen ein Boot.

Die Fahrt führte den Mekong flussaufwärts in Richtung Norden. Nach kurzer Zeit gab es den ersten Halt. Eine Tankstelle, die auf einem Boot installiert wurde, war das Ziel. Dort wurden einige Kanister mit Treibstoff befüllt. Nach der Volltankung ging es weiter flussaufwärts.

Vorbei an mit Wald bedeckten Bergen, kultiviertes Land und immer wieder zwischen dicken Felsen hindurch. Auch Gärten, die am Ufer des Mekong jedes Jahr errichtet werden, waren zu sehen. Hin und wieder erkannte ich Menschen, die am Fluss sitzen oder aber Herden von Wasserbüffel, die am Ufer nach Futter suchten

Nach etwa 1,5 Std.-Fahrt hielten wir an einem Dorf namens Ban Xang Hai. Die Anlegestelle lag ziemlich hoch. Wir mussten einen relativ steilen Weg an der Uferböschung nach oben klettern. Der Stopp sollte dazu dienen, irgendwelche Handarbeiten an die Touristen zu verkaufen. Neben den üblichen Webeartikeln, T-Shirts und sonstigen Handarbeiten, wurde auch Schnaps verkauft. Dieses Dorf soll bekannt für die Herstellung sein.

Ich sah allerdings nur ein paar Stände, an denen Flaschen mit dem Gebräu verkaufte wurden. Die in den Schnapsflaschen eingelegten Schlangen und Skorpione, sind sicherlich eher als exotische Spielerei zu betrachten.

Nach dieser Unterbrechung ging es noch etwa 30 Minuten weiter. Unser Boot  kreuzte von einem Ufer zum gegenüberliegenden Ufer quer über den Fluss und wieder zurück. Der Grund war der geringe Wasserstand im Februar. Alle Boote mussten bestimmte Fahrrinnen nutzen, um nicht auf Felsen zu laufen oder auf Sandbänken zu stranden oder aber in diversen Stromschnellen zu kentern.

Endlich erreichten wir die Höhlen. Welche Überraschung, eine ganze Armada von Booten dümpelte an und um die Anlegestege. Der Zugang zur Höhle war blockiert. Die Treppe, die vom Anlagesteg zur ersten Höhle führte, war voller Menschen. Eine Gruppe älterer, koreanischer Touristen, manche kaum in der Lage allein zu gehen, quälte sich die Treppe hoch.

Ich hatte Touristen erwartet, doch das waren mir erheblich zu viele Menschen. Wäre ich doch schon, wie ich es vorhatte, vor 10-15 Jahren nach Laos gekommen. Ich wäre vermutlich allein dort.

Nun gut, jetzt war ich hier. Nach einigen Minuten Wartens, konnte ich mein Ticket lösen und in die untere der Höhlen steigen. Hunderte von Buddha-Statuen standen dort in Felsnischen oder auf Plattformen. Kerzen brannten. Wenn nicht die vielen Menschen dort gewesen wären, wäre der Ort sehr zum Meditieren geeignet. Selbst das Fotografieren war aufgrund der Menschenmassen nur schwer möglich. Immer wieder lief jemand ins Bild oder stieß mich an.

Allzu lange hielt ich es in der Höhle nicht aus. Ich beschloss die zweite Höhle, die etwa 200 Meter höher im Berg lag, zu besichtigen. Man gelangt über Treppen den Berg hinauf. An den Treppen saßen Frauen und Kinder und verkauften Bananen und Getränke. Wer wollte konnte auch für ein paar Kip Vögeln die Freiheit schenken, was Glück bringen soll. Vielleicht stimmte das wirklich, denn Glück hatten die Frauen, die vielen Vögeln die Freiheit schenken und das Geld kassieren konnten. Nach kurzer Zeit kamen die Vögel freiwillig wieder zurück in ihren Käfig.

Die andere Höhle war weniger spektakulär, auch hier waren Buddha Statuen zu sehen. Die Höhle war im Inneren recht dunkel. Sie wurde nur durch nur durch ein paar Kerzen beleuchtet.

Nach einigen Minuten machte ich mich auf den Weg zurück zum Boot. Fast alle der Passagier waren schon da. Auf die letzten mussten wir noch ein Weilchen warten, bevor wir den Mekong flussabwärts zurück nach Luang Prabang fuhren.

Fazit: Die Höhlen sind sehenswert, aber zumindest während meines Besuchs völlig überfüllt.

Ich denke während der Regenzeit, wo erfahrungsgemäß weniger Touristen unterwegs sind, wäre ein Besuch sicherlich ruhiger und man könnte die Atmosphäre in Ruhe genießen.

Fahrt auf dem Mekong zu den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Fahrt auf dem Mekong zu den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Fahrt auf dem Mekong zu den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Fahrt auf dem Mekong zu den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Fahrt auf dem Mekong zu den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Fahrt auf dem Mekong zu den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Die Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Die Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Stau beim Einstieg in die Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Stau beim Einstieg in die Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Buddha-Statuen in den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Buddha-Statuen in den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Buddha-Statuen in den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Buddha-Statuen in den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Blick auf den Mekong, aus den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Blick auf den Mekong, aus den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Verkäuferin, die Vögel gegen Geld frei lässt, bei den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Verkäuferin, die Vögel gegen Geld frei lässt, bei den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Figuren (Buddha) aus Blattgold an den Wänden der Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Figuren (Buddha) aus Blattgold an den Wänden der Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Fahrt auf dem Mekong zu den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Fahrt auf dem Mekong zu den Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Wasserbüffel am Mekong in der Nähe der Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels
Wasserbüffel am Mekong in der Nähe der Pak Ou Höhlen bei Luang Prabang in Laos © Volker Abels


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Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.

Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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2 Kommentare

  1. Schöne Bilder, bin hoffentlich auch bald dort in der Gegend.

    Die Sache mit dem Getier im Schnaps hat nach Aussage eines chinesisstämmigen Thai durchaus einen ernsthaften Hintergrund. Es geht darum, daß Eigenschaften dieser Tiere durch den Alkohol extrahiert werden und so auf den Konsumenten übergehen.

    Naja, probiert hab ich´s noch nicht und verspüre auch kein besonderes Interesse, aber was kann man schon verlieren. Also beim nächsten Mal einfach Nase und Augen zu und PROOOOST …, oder Chock di …

    Gruß
    Franz-Josef

  2. Was den Schnaps angeht habe ich nicht das Bedürfnis, den mal zu probieren – egal ob mit oder ohne Tierchen.

    Gruß
    Volker

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