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Fotofilter für die Reise – braucht man eigentlich noch Filter?

Fotofilter © Casper Bergmann Henriksen
Fotofilter © Casper Bergmann Henriksen

In meinem letzten Artikel über das Fotografieren hatte ich mich mit Sicherheitsaspekten beim Reisen befasst. Heute möchte ich ein weiteres Thema aufgreifen. Es geht um Fotofilter.

Zu „analogen Zeiten“ hatte ich meistens ein Skylightfilter auf dem Objektiv. Dieses Filter, leicht rötlich eingefärbt, gab meinen Dias einen minimal wärmeren Touch, was mir persönlich sehr gut gefiel.

Ursprünglich nutzte ich auch UV-Filter, besonders im Gebirge. Außerdem gehörte auch ein Polfilter* (Polarisationsfilter) zu meiner Ausrüstung, um Reflexe auf Wasser, in der Luft, auf Pflanzen und Blättern zu regulieren oder den blauen Himmel, meinen Bedürfnissen entsprechend, zu beeinflussen.

Skylightfilter nicht mehr nötig?

Da ich inzwischen digital fotografiere, benötige ich kein Skylightfilter mehr um die Farben wärmer darzustellen. Schließlich gibt es Photoshop, Lightroom und Co. Durch diese Programme ist jeder in der Lage alle Farben im Nachhinein zu ändern. Auch Verlaufsfilter, Trickfilter usw. können mit diesen Programmen simuliert werden. Obwohl ich kein Freund extrem starker Veränderungen bin, nutze ich auf jeden Fall ein Bildbearbeitungsprogramm.

Diese Filter sind auch bei Digitalkameras sinnvoll

Ein Polfilter kann man allerdings noch nicht so einfach am Computer ersetzen und bleibt damit weiterhin erste Wahl. Auch Graufilter* bzw. ND-Filter* können sehr sinnvoll sein, beispielsweise bei Langzeitbelichtungen.

Was ich bisher noch nicht ausprobiert habe, aber sinnvoll erscheint, sind Verlaufsfilter. Grade bei Landschaftaufnahmen mit hohen Kontrastunterschieden zwischen Himmel und Landschaftsbereichen, können sie die Belichtung verbessern. Zumindest lese ich das häufig und die dabei gezeigten Beispiele geben den Aussagen auch Recht. Dazu würde mich Deine Meinung interessieren. Sind solche Filter wirklich eine Hilfe?

UV-Filter als Objektivschutz

Ein Aspekt wird immer wieder diskutiert: Filter als Objektivschutz. Hierbei wird meistens ein UV-Filter* eingesetzt. Ich habe solche Diskussionen eine Weile verfolgt und bin für mich zu dem Schluss gekommen, darauf zu verzichten. Moderne Objektive sind mehrfach vergütet und nicht mehr so empfindlich wie in der Vergangenheit.

Außerdem lasse ich die Sonnenblende immer auf dem Objektiv. Das schützt nicht nur vor Lichtreflexen sondern bedeutet auch einen zusätzlichen Schutz vor Fingerabdrücken und Kratzern.

Auf der Seite www.fotofilter-online.de gibt es Informationen rund um Fotofilter.

Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.

Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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4 Kommentare

  1. Ein Polfilter ist und bleibt Pflicht und je nach Stand der „Künste“ sollte mindestens auch ein Graufilter zur Ausstattung gehören.

  2. Hallo,

    vielen Dank für den Kommentar. Wie ich ja auch schon im Text erwähnte, kann man ein Polfilter (noch?) nicht durch ein Bildbearbeitungsprogramm ersetzen.
    Es bleibt in der Tat erst einmal ohne „Konkurrenz“.

    Gruß
    Volker

  3. Hallo,
    der Polfilter ist natürlich unentbehrlich! Ebenso wichtig finde ich einen Graufilter und einen schönen Effekt bietet ein 4/6/8 fach Gitterfilter. Ist halt schöner es gleich so zu fotografieren, statt es später mit Photoshop einzubearbeiten. Ich besitze auch einige Farbverlauffilter, benötige aber immer nur den Tabakfilter (von leicht braunrötlich nach klar) und den blau-klaren Filter. Sie sind sehr brauchbar wenn es um Aufnahmen in der Natur geht und man beispielsweise das Abendrot einer untergehenden Sonne hervorheben möchte oder einfach nur einen schönen blau bewölkten Himmel vor einer Bergkulisse. Ich besitze auch zahlreiche Effektfilter, wovon ich in den letzten Jahren allerdings keinen mehr benötigt habe, denn mit Photoshop kann man beispielsweise selbst weichzeichnen, so stark wie man individuell möchte oder auch den Rainbow-Spot selbst „nachbauen“. Diese oben besagten vier wichtigen Filter trage ich immer bei mir, geschützt durch so genannte „Filterkappen“. Sie sind im Gegensatz zu Filtertaschen wirklich unverzichtbar für einen sicheren Transport. Filtertaschen hingegen haben mir in der Vergangenheit schon des öfteren mal einen Filter „verkratzt“, obwohl es eigentlich hochwertige und auch recht teure Taschen waren. Diese Filterkappen hingegen sind echt Top. Nur mal am Range erwähnt.

  4. Hallo Toni,

    danke für den Kommentar. Über den Einsatz von Filtern scheiden sich ja die Geister, wie man so schön sagt.
    Ich nutze lediglich (auch nur hin und wieder) ein Polfilter. Aber ich denke auch ein Graufilter bzw. ein Verlaufsfilter wäre mal eine Überlegung wert.

    Viele Grüße
    Volker Abels

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