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Geckos in der Nacht – Erfahrungen mit den kleinen Echsen

Wer in südliche Länder fährt hat häufig das Vergnügen die Bekanntschaft von Geckos zu machen. Bei Geckos handelt es sich um kleine bis mittelgroße Echsen, die zwischen 4 cm und bis zu 40 cm groß werden können. Es gibt zur Zeit etwa 500 verschiedene Arten auf der Erde. Die meisten von ihnen leben in den Tropen. Sie kommen außerdem auch in Wüsten und den gemäßigten Zonen vor.

Gecko © Volker Abels
Gecko © Volker Abels

Ich persönlich habe die flinke Echsen in Asien kennen und schätzen gelernt. Besonders zu den Zeiten, in denen ich in billigsten Absteigen nächtigte, war ich immer froh einige Geckos im Zimmer zu haben.

Sie schafften es auf ihren nächtlichen Jagdtouren die Moskitos zumindest so zu dezimieren, dass ich weniger Stiche ab bekam. So manchen Abend ging ich deshalb auf Balkonen und Fluren diverser Pensionen auf Geckojagd. Wenn ich eines der Tierchen gefangen hatte, was mir allerdings nicht immer gelang, brachte ich sie in mein Zimmer.

Gecko © Ploenphit Abels
Gecko © Ploenphit Abels

Auch heute noch, wo ich in besseren Räumlichkeiten nächtige, was sicherlich auch meiner Frau zu verdanken ist, freue ich mich immer, wenn ich eines der Tierchen im Zimmer sehe.

An eine Nacht erinnere ich mich besonders, da hatten mir die Geckos einen ziemlichen Schreck eingejagt.

Wenn ich mich recht erinnere, war ich auf den Philippinen unterwegs. Ich suchte eine Bleibe für eine Nacht und fand eine kleine Pension, die sogar relativ sauber aussah. Auch das Zimmer war soweit in Ordnung (zumindest für meine damaligen Ansprüche). Was ich aber übersah, war ein langes Rohr, was an einem der Fenster vorbeiführte. Das Rohr ging nicht senkrecht nach unten, sonder war eher waagerecht vor dem Fenster angebracht.

Als ich dann schlafen wollte, bemerkte ich, dass das Rohr eine Wanderroute für Ratten war. Es war zu spät um ein anderes Zimmer zu suchen. Also blieb ich dort.

Da ich ein paar Lebensmittel mit mir führte, ging ich auf Nummer sicher und packte sie in einen Plastiktüte. Diese hing ich am Griff der Zimmertür auf. Ich versuchte dann, so gut es ging, zu schlafen. Natürlich in der Hoffnung, dass sich keine der Ratten in mein Zimmer verirren würde.

Mitten in der Nacht schreckte ich auf. Ein Geräusch hatte mich geweckt. Ein Rascheln! Ich fühlte mich nicht besonders wohl. Hatten die Ratten es doch geschafft an die Lebensmittel in der Plastiktüte zu kommen? Ich hatte sie doch extra an den Türknauf gehängt. Wieder ein Rascheln, dass eindeutig von besagter Plastiktüte kam.

Ich machte das Licht und sah nach. Die Tüte bewegte sich! Mit einem unguten Gefühl näherte ich mich der Plastiktüte. Das Rascheln wurde stärker. Dann sah ich die Ursache. Keine Ratte, ich atmete auf, ein anderes Tier saß ein der Tüte. Es war ein Gecko.

Erleichtert holte ich die kleine Echse aus der Tüte. Ein relativ großes Tier war von der Wand in die Tüte gefallen und hatte mir diesen Schreck eingejagt.

Die Ratten kamen nicht ins Zimmer. Ich verbrachte den Rest der Nacht einigermaßen schlafend im Zimmer, das ich allerdings am nächsten Tag schnell verließ.

Trotz dieses kleinen Zwischenfalls mag ich die Geckos immer noch.




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Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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