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HDR Fotos – HDR Fotografie auf Reisen

Manche mögen sie, andere können gar nichts mit ihr anfangen, mit der HDR Fotografie. Die HDR Fotografie ermöglich es, Motive mit großen Kontrast/Helligkeitsunterschieden zu meistern. HDR bedeutet High Dynamik Range (Bilder mit einem hohen Kontrastumfang).

Abendstimmung © Volker Abels
Abendstimmung © Volker Abels

HDR Fotos werden erzeugt, in dem mehrere Einzelaufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten, am Computer, zu einem Bild zusammengesetzt werden. Dazu benötigt man ein spezielles HDR Programm(Ich habe irgendwo mal gelesen, dass man solche HDR Fotos auch mit Photoshop und anderen Programmen erstellen kann, was aber erheblich aufwendiger sein soll).

Durch die HDR Fotografie ist man in der Lage Fotos zu erzeugen, bei denen Details zu sehen sind, die mit einem einzigen Foto nicht möglich wären. Der entscheidende Punkt bei der HDR Fotografie ist die Bearbeitung am Computer. Der Fotograf, der die zusammengefügten Bilder bearbeitet, macht daraus ein Endprodukt, was oft sehr surrealistisch und künstlich wirkt. Dieser HDR-typische Look begeistert viele Menschen, andere wiederum gar nicht.

Zu letzteren zähle ich mich (teilweise) auch. Was mir persönlich gar nicht gefällt sind die extrem bearbeiteten HDR Aufnahmen, die in meinen Augen einfach zu künstlich und übertrieben wirken. Wenn man allerdings die HDR-Effekte nur vorsichtig und dezent einsetzt, können wundervolle Kunstwerke entstehen, die in meinen Augen in keiner Weise übertrieben und unnatürlich wirken.

The boats in the village © Trey Ratcliff/ www.StuckinCustoms.com
The boats in the village © Trey Ratcliff/ www.StuckinCustoms.com

Persönlich habe ich die HDR Fotografie nur ein paar mal ausprobiert. Es erfordert nämlich eine gewisse Übung mit der Software, um gute Ergebnisse zu erzielen. Ich werde mich allerdings demnächst stärker mit der HDR Fotografie befassen und sie auf meinen nächsten Reisen einsetzten.

Um gute Ergebnisse zu erzielen benötigt man für die HDR Fotografie normalerweise ein Stativ, um vom entsprechenden Motiv mehrere Aufnahmen, mit unterschiedlicher Belichtung anzufertigen. Besonders geeignet ist die HDR Fotografie für Landschaftsaufnahmen oder für Fotos in Gebäuden, besonders dann, wenn man keinen Blitz einsetzen darf. Bewegliche Motive sind für die HDR Fotografie nicht besonders gut geeignet, da ja mehrere Belichtungen vom Motiv gemacht werden müssen.

Allerdings gibt es die Möglichkeit Pseudo-HDR Fotos zu erstellen. Dafür benötigt man aber eine Kamera, mit der man im RAW-Modus fotografieren kann. Da in RAW Fotos mehr Bildinformationen stecken, als in JPG Bildern, besteht hier die Möglichkeit mehrere Belichtungsvarianten aus einem Foto zu generieren. Diese können dann mittels eines HDR-Programms, analog zu den echten HDR Fotos, bearbeitet werden. Auch in diesen Fällen können gute Ergebnisse erzielt werden, sogar von bewegten Motiven.

One Night in Bangkok © Trey Ratcliff - www.stuckincustoms.com on flickr.com
One Night in Bangkok © Trey Ratcliff – www.stuckincustoms.com on flickr.com

Ein Meister der HDR Fotografie ist der Amerikaner Trey Ratcliff (www.stuckincustoms.com)*. Er setzt diese Art der Fotografien seit einigen Jahren, besonders auch bei seinen vielen Reisen, ein. Auf seiner Internetseite (leider nur auf Englisch) erfährt man wirklich alles zum Thema HDR-Fotografie. Neben seinen kommerziellen Angeboten gibt es auch ein kostenloses Tutorial. Außerdem kann in Fotos schwelgen. Viele von ihnen sicherlich im typischen HDR-Look, viele andere aber auch dezent, so wie ich sie mag.

Hier noch einmal der Link zur Seite www.stuckincustoms.com* von Trey Ratcliff.

Die wohl besten Ergebnisse werden mit dem Programm Photomatix (erhätlich bei Amazon)* erzielt.

Wer gerne ein kostenloses Programm ausprobieren möchte, sollte sich die folgenden Links ansehen:
http://qtpfsgui.softonic.de/
http://www.chip.de/downloads/Luminance-HDR_27250391.html

Bücher zur HDR Fotografie für Einsteiger und Profis gibt es natürlich auch bei bei Amazon*
Außerdem können Sie bei Amazon* auch das  Buch zur HDR Fotografie  „A World in HDR (Voices That Matter)“ von Trey Ratcliff bestellen.

Hier sind noch ein paar Links in deutscher Sprache:

http://www.photoclinique.de/fotos/eine-hdr-fotografie-anleitung/
http://tobias-otte.de/essays/hdr-fotografie-in-8-schritten/
http://www.netzwelt.de/news/75709-tutorial-schrittweise-perfekten-hdr-foto.html
http://www.computerbild.de/artikel/avf-Ratgeber-Foto-HDR-Bilder-und-Software-3377273.html

Booking.com

Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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6 Kommentare

  1. Das Buch von Trey Ratcliff ist hochinteressant, allerdings hauptsächlich wegen der Bilder an sich und den dazugehörigen Anekdoten. Für HDR-Processing am besten geeignet ist Photomatix Pro, was man über Trey Ratcliffs Webseite günstiger bekommt (oder wahlweise mit sehr gutem Studentenrabatt, wenn ich mich recht erinnere…).
    Jede neue Technik ist natürlich Geschmackssache, aber es muss ja auch nicht alles jedem gefallen 😉 Bei manchen Bildern bearbeite ich absichtlich „zu“ extrem, weil ich einen bestimmten Bildbereich (z.B. eindrucksvolle Wolkenformationen) hervorheben will, andere Bilder „scheinen“ zwar extrem bearbeitet, aber ich würde schwören dass das, was ich da fotografiert habe, in Echt *genau so* ausgesehen hat! Beispielsweise bei leuchtenden Sonnenauf- und Untergängen – die sehen in echt auch wahnsinnig kitschig aus und man ist es nur einfach nicht gewöhnt, sie auf Papier/Bildschirm zu sehen.

  2. Hallo,
    wie ich schon in meinem Artikel erwähnt habe, finde ich nur die extrem bearbeiten Bilder nicht gut. Eine dezente Bearbeitung kann ja, auch für meinen Geschmack, wirklich tolle Bilder produzieren. Sonnenuntergänge sind in der Tat auch in der Natur ziemlich kitschig – aber schöööön.
    Gruß
    Volker Abels

  3. Der Artikel ist super und ausführlich geschrieben – soviel dazu 😉
    Bei den Bilder ist es doch meist so das man nur bestimmte Merkmale hervorheben möchte um gewisse Effekte zu erzielen. Das Buch ist nicht nur informatiov sondern besitzt auch einen gewissen und gewitzten Charme.

  4. Gut für Einsteiger ist auch das kostenlose Online-Tutorial von Trey Ratcliff – seit kurzem auch in deutsch auf http://www.stuckincustoms.com.*

  5. Danke für die Info.
    Eine Anleitung in deutscher Sprache ist sicherlich für manchen Leser sehr hilfreich.
    Man muss allerdings ein wenig scrollen, um den Hinweis zu finden.

    Schönen Gruß
    Volker Abels

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