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Malaysia – Malakka (Melaka) die Stadt an der berühmten Straße von Malakka

Die berühmte Straße von Malakka, sicherlich auch bekannt geworden durch das Seeräuber-Unwesen in den letzten Jahrzehnten, hat ihren Namen von gleichnamiger Stadt bzw. vom gleichnamigen Bundesland. Es ist mit nur 658 Quadratkilometern nicht besonders groß, aber durch seine strategische Lage sehr geschichtsträchtig.

Blick vom Fluss - Malakka 1991 - Malaysia © Volker Abels
Blick vom Fluss 1991 – Malakka – Malaysia © Volker Abels

Malakka ist die älteste Stadt Malaysias und hat heute ungefähr 370.000 Einwohner. Sie liegt an der Südwestküste der malaysischen Halbinsel und ist seit dem 14 Jahrhundert Handelshafen, mit  Handelsverbindungen in die ganze Welt.

1511 wurden Stadt und Umland von den Portugiesen besetzt, die für 130 Jahre dort herrschten. 1641 verloren die Portugiesen ihre Macht an die Holländer. 1824 bis 1957 waren es dann die Briten, die Malakka beherrschten (in den Jahren 1942 bis 1945, während des 2. Weltkrieges okkupierten die Japaner zwischenzeitlich Malakka). Die britische Macht endete erst mit der Unabhängigkeit Mallakas bzw. Malaysias. Die Proklamation der Unabhängigkeit fand am 20. Februar 1956 in Malakka statt.

Die Menschen Malakkas sind eine faszinierende Mischung verschiedener Rassen: Malaiien, Chinesen, Inder, Nachkommen der Portugiesen, Eurasier, Araber und auch Europäer leben hier an der Straße von Melakka.

Warum beschreibe ich nun diese geschichtlichen bzw. kulturhistorischen Gegebenheiten? Ganz einfach, weil die wechselhafte Geschichte der Stadt an allen Ecken und Enden zu sehen ist. Mallaka ist wirklich nicht sehr groß aber überall ist der Atem der Geschichte spürbar.

Ich finde die Kombination aus europäischen und asiatischen Baustielen und auch deren Mixturen immer wieder faszinierend. Das scheint nicht nur mir so zu gehen, denn Malakka wurde 2008, gemeinsam mit George Town auf der malayischen Insel Penang, von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Ein Vorteil von Malakka-Stadt ist, dass die meisten Sehenswürdigkeiten relativ leicht zu Fuß zu entdecken sind. Wer keine Lust hat zu Fuß zu gehen, kann sich eine Trishaw mieten und sich von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit fahren lassen. Der halbe Tag kostet (Stand 2009 und nach handeln) etwa 25,00 RM.

Auffallend sind natürlich das Stadthuys, die Kirche und der Uhrturm, die alle ganz in roter Farbe erstrahlen. Im Zentrum und um den Malakka-Fluss herum haben sich die Chinesen etabliert. Dort sind noch eine Reihe alter Häuser zu finden. Ich erspare es mir, alle Sehenswürdigkeiten aufzuzählen. Ein guter Reiseführer, z.B. Stefan Loose Travel Handbuch Malaysia Brunei und Singapore (bei Amazon*)oder einer von einem anderen Verlag* hilft sich vor Ort ein Bild zu machen. Oder zu sehen sich eine oder mehrere der folgenden Seiten an: http://www.wikivoyage.org/de/Malakka – http://www.tourismmalaysia.de/regionen/malakka.htm –  http://www.mappedplanet.com/reise/t-615-Malakka

Bei unserem Rundgang durch die Stadt sahen wir ein chinesisches Haus, das zu einem kleinen Museum umgestaltet worden ist. Dort konnten wir uns ansehen, wie wohlhabende Chinesen einige Jahre zuvor noch gelebt hatten. Nach dem Besuch, der zwar kurz aber sehr interessant war, wollte ich mir in einem der vielen Souvenirshops im chinesischen Teil der Stadt noch ein Mitbringsel kaufen.

Nach einigem Stöbern in diversen Shops, entschloss ich mich einen Abakus zu kaufen. Ein schöner „Taschenrechner“ aus Holz, der zur Handelsstadt Mallakka, mit seinen chinesischen Händlern passt. Natürlich benutzen moderne Händler einen handelsüblichen Taschenrechner – aber der Abakus sah irgendwie schöner aus.

Nach dem Besuch einiger Tempel entschieden wir uns, eine Bootstour auf dem Fluss zu unternehmen. So hatten wir die Gelegenheit einige relevante Teile der Stadt zu sehen, ohne zu Fuß gehen zu müssen. Außerdem sieht man bei einer Bootsfahrt nicht nur die Schokoladenseite der Stadt, sondern auch ein paar Ecken, die schon etwas heruntergekommen sind, aber das wahre Leben eines Teils der Bevölkerung widerspiegeln.

Zum letzten Abendessen in Mallaka, wollte ich unbedingt mal wieder Krabben essen. Ich wurde nicht enttäuscht. In der Nähe des Malakka-Flusses fanden wir ein nettes kleines Restaurant. Wir setzten uns nach draußen, genossen die Atmosphäre um uns herum und natürlich die Krabben, die wirklich eine Delikatesse waren. Wir saßen lange, verspeisten die Schalentiere und machten uns nach einem letzten Gang durch die Stadt auf zu unserem Gästehaus. Am nächsten Tag ging es weiter nach Kuala Lumpur.

Der rote Uhrturm in Malakka 1991 © Volker Abels
Der rote Uhrturm in Malakka 1991 © Volker Abels
Christus Kirche und Stadthaus Malakka 1991 © Volker Abels
Christus Kirche und Stadthaus Malakka 1991 © Volker Abels
Am Fluss Mallaka 1991 © Volker Abels
Am Fluss Mallaka 1991 © Volker Abels
Blick vom Fluss - im Hintergrund die Anglikanische Kirche - Malakka 1991 © Volker Abels
Blick vom Fluss – im Hintergrund die Anglikanische Kirche – Malakka 1991 © Volker Abels
Blick vom Fluss - Malakka 1991 © Volker Abels
Blick vom Fluss – Malakka 1991 © Volker Abels
Chinesische Einkaufsstraße - Malakka 1991 © Volker Abels
Chinesische Einkaufsstraße – Malakka 1991 © Volker Abels

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Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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