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Nasenaffen im Bako Nationalpark in Sarawak auf Borneo – Malaysia

Der Dschungel reicht bis an den Strand - Bako Nationalpark, Sarawak, Borneo, Malaysia © Volker Abels
Der Dschungel reicht bis an den Strand – Bako Nationalpark, Sarawak, Borneo, Malaysia © Volker Abels

Lianen winden sich um Baumstämme. Große grüne Blätter werden von kleinen Blättchen abgelöst. Es riecht leicht moderig. Und es ist vergleichsweise dunkel hier im Dschungel. Ich mache eine kleine Wanderung über ausgewiesene Wege. Es gibt eine ganze Reihe davon, teilweise auf Holzplanken, die durch den Dschungel führen. Ich befinde mich im Bako Nationalpark, nicht weit (ca. 37 km) entfernt von Kuching, der Hauptstadt Sarawaks. Sarawak liegt auf der Insel Borneo und ist ein Teilstaat von Malaysia.

Hier im Bako Nationalpark, übrigen der älteste Nationalpark in Sarawak, kann man vergleichsweise einfach echten Urwald erleben. Es ist sogar zu großen Teilen noch Primärwald, das heißt, er ist noch in seinem ursprünglichen Zustand. Viele interessante Pflanzen und gewaltige Bäume kann man aus nächster Nähe bestaunen. Die Rundwege durch den Nationalpark kann man ohne Führer bewältigen. Man bekommt einen echten Eindruck vom Dschungel, echtes Dschungelfeeling sozusagen.

Im Gegensatz zu den Pflanzen, die mit atemberaubender Vielfalt beeindrucken, erscheint die Tierwelt vergleichsweise artenarm. Natürlich gibt es diverse Vogelarten (auch der Nashornvogel lebt hier) und verschiedene Echsen, auch Eichhörnchen und andere kleine Säuger sind hier zuhause.

An großen Säugetieren gibt es nicht allzu viel. Wildschweine sind vergleichsweise häufig und verschieden Affenarten kommen auch vor. Inzwischen an Menschen gewöhnt, sind besonders die langschwänzigen Makaken ziemlich frech. Sie klauen was sie erwischen können, das gilt besonders für den Bereich des Parkhauptquartiers.

Ein Highlight kann der Bako Park allerdings bieten, die nur auf Borneo endemischen Nasenaffen. Hier im Park leben einige Gruppen, allerdings sind sie nicht immer zu sehen. Sie leben vorwiegend im Mangrovendschungel und in der Nähe von Flüssen.

Der Bako Park liegt direkt am Meer. Mangrovenwälder, erodierte Sandsteinfelsen, steile, vom Eisengehalt verfärbte Klippen und wunderschöne Sandstrände, teilweise zwischen diesen Steinformationen versteckt, laden zum relaxen und schwimmen aber auch zu Entdeckungstouren ein. Ebenso die trockenen Heidelandschaften, die oberhalb des Dschungels auf Hochplateaus zu finden sind, sorgen mit dafür das der Bako Nationalpark so einzigartig ist.

Auch die Mangrovenwälder sind sehr sehenswert. Bei einer Tour gehe ich zwischen den Mangroven hindurch. Manchmal ist es sehr schlammig. Überall um mich herum schmatzt und blubbert es. Ich sehe Krabben und Einsiedlerkrebse, auch Welse kann ich im Wasser erkennen und Schlammspringer. Diese Fische kommen aus dem Wasser heraus und springen und krabbeln auf dem Schlamm herum. Sie wirken ganz putzig und ich bin fasziniert von diesen , ja, Fischen.

Bei einer anderen Tour versuche ich Nasenaffen zu beobachten. Ich werde allerdings das Gefühl nicht los, dass ich beobachtet werde. Komisch, ich bin  allein unterwegs und das Wetter ist auch nicht so toll, andere Touristen habe ich nicht in meiner Nähe gesehen. Trotzdem, irgendwer beobachtet mich. Ich sehe mich um und gucke dann nach oben.

In ziemlicher Entfernung, sehe ich etwas Rotes, erst kann ich nicht genau erkennen was es ist. Aber dann ist es klar. Ich werde beobachtet von ein paar Nasenaffen. Leider ist es nicht so einfach die Tiere zu fotografieren, vor allem dann, wenn sie weit weg sind. Mit einem 500er Teleobjektiv schaffe ich es dann doch noch ein Männchen zu fotografieren. Kurz danach sind die Affen im Geäst der Bäume verschwunden. Immerhin ein zwei Fotos bekomme ich noch auf den Film.

Ich habe sie also gesehen, die Nasenaffen, die so pittoresk aussehenden Affenart. Die Männchen habe eine dicke, wie soll man sagen, Kartoffelnase, die sie als Schallverstärker nutzen.

Der Bako-Nationalpark ist sehr sehenswert. Wenn es machbar ist, sollte er aber während der Woche besucht werden. An den Wochenenden sind sehr viele Einheimische im Park, was dafür sorgt das die Unterkünfte und Zelte schnell ausgebucht sind.

Informationen zum Bako Nationalpark bieten folgende Links:

http://www.tripwolf.com/de/guide/show/301301/Malaysia/Bako-National-Park

http://www.malaysia.travel/de-de/de/places/states-of-malaysia/sarawak/bako-national-park

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Fels- und Dschungelformation im Bako Nationalpark, Sarawak, Borneo - Malaysia © Volker Abels
Fels- und Dschungelformation im Bako Nationalpark, Sarawak, Borneo – Malaysia © Volker Abels
Felsformation im Bako Nationalpark, Sarawak, Borneo - Malaysia © Volker Abels
Felsformation im Bako Nationalpark, Sarawak, Borneo – Malaysia © Volker Abels
Dschungel wächst bis an den Strand - Bako Nationalpark, Sarawak, Borneo - Malaysia © Volker Abels
Dschungel wächst bis an den Strand – Bako Nationalpark, Sarawak, Borneo – Malaysia © Volker Abels
Mangrovenpflanze im Bako Nationalpark, Sarawak - © Volker Abels
Mangrovenpflanze im Bako Nationalpark, Sarawak – © Volker Abels
Wildschwein im Bako Nationalpark, Sarawak - © Volker Abels
Wildschwein im Bako Nationalpark, Sarawak – © Volker Abels
Echse im Bako Nationalpark, Sarawak - © Volker Abels
Echse im Bako Nationalpark, Sarawak – © Volker Abels
Langschwanz Makake im Bako Nationalpark, Sarawak - © Volker Abels
Langschwanz Makake im Bako Nationalpark, Sarawak – © Volker Abels
Schlammspringer im Bako Nationalpark, Sarawak - © Volker Abels
Schlammspringer im Bako Nationalpark, Sarawak – © Volker Abels

Nasenaffe im Bako Nationalpark - Sarawak, Borneo © Volker Abels

Kannenpflanze im Bako Nationalpark, Sarawak - © Volker Abels

 

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Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.

Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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2 Kommentare

  1. Hi, tolle Bilder! Ich war auch im Bako Nationalpark, hab aber eine Menge Makaken gesehen. Die Nasenaffen waren sehr scheu, dafür habe ich eine Menge Kannenpflanze und interessante Insekten entdeckt. Sehr beeindruckend sind die Felsformationen. Ich hoffe, dass ich dort nochmals hinkomm…

  2. Hallo,

    ja der Bako Park ist schon sehr interessant. Die Nasenaffen sind wirklich sehr scheu und schwer zu fotografieren. Kannenpflanzen habe ich auch einige gesehen und einige freche Wildschweine.

    Gruß
    Volker Abels

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