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UV-Filter als Schutzfilter – alles Blödsinn oder?

UV-Filter Foto: © von Lieres / fotolia.com
UV-Filter Foto: © von Lieres / fotolia.com

 

Heute widme ich der kontroversen Frage: Sind UV-Filter sinnvoll oder ist deren Einsatz einfach Blödsinn (um dieses provokante Wort einmal zu benutzen)?

UV-Filter – Einsatz als Schutzfilter?

UV-Filter* Schutzfilter werden eigentlich dafür genutzt, ultraviolettes Licht abzublocken. Dieses, für das menschliche Auge nicht wahrnehmbare Licht sorgte in der Vergangenheit (also in der analogen Fotografie)  beim Fotografieren für einem Blaustich im Foto und teilweise auch für Unschärfen im Bild.

Grund war, dass die Objektive nur für das sichtbare Licht konstruiert waren und die blauempfindlichen Schichten des Films durch das UV-Licht belichtet wurde. Die Folge war der bekannte Blaustich und Bildunschärfen. Zumindest waren das die Aussagen, die zum Einsatz von UV-Sperrfilter* führten.

UV-Schutzfilter nicht notwenig zur Vermeidung von Blaustich im Foto

Heutzutage benötigt man keine UV-Filter für diesen Zweck. Zum einen sorgen moderne Objektive durch ihre Bauweise dafür, dass die UV-Strahlen nicht auf den Film gelangen. Außerdem haben moderne Filme eine UV-Schutzschicht.

Da inzwischen die meisten Menschen digital fotografieren, braucht man sich auch keine Gedanken über die UV-Strahlung zu machen, da die Bildsensoren mit UV/IR Filtern ausgestattet sind.

Zur Vermeidung von Farbstichen und Unschärfen sind UV-Filter also nutzlos und werden nicht benötigt.

UV-Filter als Schutzfilter

Heute werden UV-Filter allerdings von vielen Fotografen als Schutzfilter* eingesetzt. Durch den Einsatz der Filter können Verschmutzungen und Beschädigungen der, oft sehr teuren, Objektive vermieden werden.

Schließlich kostet der Ersatz eines beschädigten Filters in der Regel weniger, als der Ersatz oder die Reparatur eines hochwertigen und teuren Objektivs. Allerdings sind auch hochwertigen Filter sind nicht gerade billig.

Sinnvoll oder nicht – UV-Filtern als Schutzfilter?

Über den Sinn oder Unsinn, UV-Filter als Objektivschutz einzusetzen, gibt es unterschiedliche Auffassungen zwischen den Befürwortern und Gegnern der Filter.

Die Gegner der Filter meinen, dass jedes zusätzliche Glas auf einem Objektiv die Bildqualität verschlechtere, und lehnen UV-Filter ab.

Die Befürworter sehen die Schutzfunktion der Filter und argumentieren, dass hochwertige Filter zu keiner sichtbaren Verschlechterung der Fotoergebnisse führen. Voraussetzung ist wie gesagt, der Kauf hochwertiger (oft nicht gerade billger) Filter.

In Extremsituationen können UV-Schutzfilter sinnvoll sein

Ob sich die Bildqualität beim Einsatz von UV-Filtern wirklich verschlechtert, bzw. ob eine mögliche Verschlechterung hinnehmbar ist, muss jeder Fotograf für sich selber entscheiden. Deshalb einfach ausprobieren ob ein Unterschied zu sehen ist.

Es ­gibt Fotosituationen in denen der Einsatz von UV-Schutzfiltern wohl sehr sinnvoll ist (auch falls es wirklich minimale Verschlechterungen der Fotoergebnisse geben sollte). Das sind Aufnahmen bei Extremwetter, wie beispielsweise starker Staub, Sandstürme in der Wüste, das Spritzen von Meerwasser oder aggressive Dämpfe (Vulkan/Geysir) etc. Bei normalem, unproblematischen Fotowetter, kann auf UV-Filter verzichtet werden.

Ich setze normalerweise keine UV-Schutzfilter ein. Allerdings bin ich bisher noch nicht in extreme Situationen geraten.

Oben Gesagtes gilt natürlich in erster Linie für die Digitalfotografie. Für diejenigen, die analog fotografieren, gelten wohl immer noch die alten Regeln (allerdings weiß ich nicht, inwiefern moderne Filme auf UV-Strahlen reagieren).

Einen guten Schutz gegen manuelle Beschädigungen bietet übrigens auch die Sonnenblende*, die möglichst auch immer auf dem Objektiv sein sollte.

 

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Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen. Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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