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Wasserbüffel wichtige Haustiere in Asien – Wasserbüffel Wildtiere in Asien

Wasserbüffel am Mekong. © Volker Abels
Wasserbüffel am Mekong. © Volker Abels

Asiatischer Wasserbüffel

Jeder Asienreisende hat sie wohl schon einmal gesehen. Ich spreche von Wasserbüffeln. Wasserbüffel, das sind diese kräftigen, mit den großen und breiten Hörnern so wild aussehenden, überall in Asien verbreiteten Rinder.

Dabei sind Wasserbüffel friedlich, ja sogar ängstlich uns Menschen gegenüber. Auch wenn die Nutzung als Arbeitstiere, aufgrund der Modernisierung der Landwirtschaft seit etwa 20-30 Jahren, besonders in Thailand, zurückgeht, ist der asiatische Wasserbüffel immer noch überall in Asien weit verbreitet.


Wilde- oder domestizierte Wasserbüffel

Die Wasserbüffel, die wir in der Landwirtschaft sehen, sind domestizierte Tiere. In freier Wildbahn gibt es kaum noch Exemplare. Lediglich in Nationalparks oder abgelegenen Gebieten finden sich noch wilde Büffel. Allerdings ist die Unterscheidung von verwilderten Tieren und Wildtieren selbst für Fachleute äußerst schwierig.

Der wilde Wasserbüffel wird inzwischen als „stark gefährdete“ Art, in der Roten Liste gefährdeter Arten geführt. Da es, wie erwähnt, sehr schwierig ist, verwilderte Hausbüffel von echten Wildbüffeln zu unterscheiden, schwanken die Angaben über ihre Bestände zwischen 200 und 4000 Exemplaren. Allerdings leben, nach verschiedenen Schätzungen, weltweit etwa 150 – 170 Millionen domestizierte Wasserbüffel.

Asiatischer Wasserbüffel mit Jungtier © Volker Abels - www.foto-reiseberichte.com
Asiatischer Wasserbüffel mit Jungtier

Asiatischer Wasserbüffel – die Größe der Tiere

Ein ausgewachsener, wilder Wasserbüffel bringt es auf eine Kopfrumpflänge von fast 3 Metern. Mit einer Schulterhöhe von 1,80 Metern und einem Gewicht von mehr als einer Tonne sind es sehr mächtige Tiere.

Domestizierte Wasserbüffel bleiben im Allgemeinen sehr viel kleiner und haben selten ein Gewicht von mehr als 500 Kilogramm. Der Rumpf ist, wie es bei Rindern typisch ist, tonnenförmig, Der Schwanz hat in etwa ein Länge von 60 bis 80 Zentimeter und verfügt über eine Endquaste. Der Kopf der Tiere ist meist lang und nach vorne hin relativ schmal. Die Ohren sind recht klein.

Asiatische Wasserbüffel gibt es in vielen Varianten

Die Farbe der wilden Büffel ist grau, braun oder schwarz. Die Farbvarianz domestizierter Büffel ist größer. So gibt es neben schiefergrauen, auch schwarz-weiß gescheckte, beigefarbene oder ganz weiße Tiere.

Bei den Wasserbüffeln tragen beide Geschlechter Hörner. Sie krümmen sich entweder halbkreisförmig nach innen oder weisen geradlinig zur Seite. Die Spannweite von 2 Metern, die sie erreichen, ist einzigartig unter den Paarhufer. Die Hörner der weiblichen Tiere sind allerdings meist kürzer. Zudem existieren noch Büffelrassen mit kleineren Hörnern. Die Hufe der Tiere sind weit auseinander gespreizt und geben ihnen in ihrem sumpfigen Lebensraum einen sicheren Halt.

Asiatischer Wasserbüffel in Kambodscha beim Trinken © Volker Abels - www.foto-reiseberichte.com
Asiatischer Wasserbüffel in Kambodscha beim Trinken

Die Verbreitung des asiatischen Wasserbüffels

Es ist, wie schon erwähnt, schwierig zu bestimmen, welche Wasserbüffel echte Wildbüffel und welche Tiere Nachkommen verwilderter Hausbüffel sind. Es scheint aber in Kambodscha, Laos und Vietnam keine reinen Wildbüffel mehr zu geben. Ob es sich bei den Büffelpopulationen auf der Insel Sri Lanka und des westlichen Thailands um echte Wildbüffel handelt ist wissenschaftlich umstritten.

In Nepal, Bhutan sowie den indischen Bundesstaaten Assam, Madhya Pradesh, Meghalaya und Arunachal Pradesh leben wohl noch verstreut einige kleine Gruppen.

Der natürliche Lebensraum des Wasserbüffels besteht aus offenen Feuchtgebieten, Sumpfwäldern und dicht bewachsenen Flusstäler. Die Haut der Wasserbüffel verfügt nur über ein Sechstel der Schweißdrüsen europäischer Rinderrassen. Deshalb sind die Tiere auf Wassernähe angewiesen. So halten sich die Wasserbüffel zum Schutz vor Insekten und zur Abkühlung oft im Wasser oder im Schlamm auf. Die Haut wird dann von einer dichten Schlammschicht bedeckt, die die Tiere vor blutsaugenden Insekten schützt.

Die Domestikation des asiatischen Wasserbüffels

Vermutlich erfolgte die Domestikation der Wasserbüffel zuerst in China um etwa 4000 v. Chr. Anschließend gelangten die Hausbüffel von China über Indien nach Südostasien. Auch in Mesopotamienwurden die Tiere gehalten. Domestizierte Wasserbüffel wurden somit schon lange vor der Zeitenwende in Süd-, Ost- und Südostasien gehalten.

In jüngerer Zeit wurden Wasserbüffel auch in andere Regionen eingeführt: Populationen findet man inzwischen auch in Südeuropa, Nord- und Ostafrika, Australien, Mauritius, Hawai, Südamerika und Japan.

Liegender Wasserbüffel © Volker Abels-www.foto-reiseberichte.com
Liegender Wasserbüffel

In Europa werden Wasserbüffel vor allem in Italien, Rumänien und Bulgarien in größerem Stil genutzt. Selbst in Deutschland gibt es heute zwischen 1500 und 2000 Wasserbüffel. Es existieren inzwischen einige Höfe, auf denen die Tiere gezüchtet werden.

In Australien hat man die Büffelhaltung weitgehend aufgegeben. Allerdings verwilderten viele der Tiere und besiedelten den Norden. Dort leben heute in etwa 200.000 Büffel, was zu ökologischen Problemen führt. Kleinere Gruppen verwilderter Wasserbüffel gibt es in auch in Neuguinea und sogar in Argentinien und Tunesien.

Generell verhalten sich Wasserbüffel gegenüber Menschen friedlich, ja fast ängstlich. Selbst Kinder dirigieren diese großen Tiere. Wilde Büffel ergreifen in der Regel vor dem Menschen die Flucht.

Wasserbüffel werden auch heute noch zum Pflügen von Reisfeldern und als Lasttiere verwendet. Außerdem werden sie als Milch-, Fleisch- und Lederproduzenten genutzt. Allerdings macht der Fortschritt auch vor den Wasserbüffeln nicht halt. Durch Umstellung auf maschinelles Pflügen ist in vielen Ländern der Einsatz und die Verbreitung der Wasserbüffel in den letzten 20 – 30 Jahren stark zurückgegangen, was besonders für Thailand gilt.

Grasende Wasserbüffel in Kambodscha © Volker Abels - www.foto-reiseberichte.com
Grasende Wasserbüffel in Kambodscha

Verschiedene Büffelrassen

74 Rassen von Wasserbüffeln sind bekannt. Sie werden grob in Sumpf- und Flussbüffel unterteilt. Sumpfbüffel kennt man vor allem als Arbeitstiere, Flussbüffel sind in erster Linie Nahrungs- und Rohstofflieferanten.

Die Sumpfbüffel sind hauptsächlich in China und Südostasien verbreitet und werden bei der Bewirtschaftung der Reisfelder eingesetzt. Erst wenn sie als Arbeitstiere wegen ihres Alters nicht mehr geeignet sind, werden sie geschlachtet und gegessen. Als Milchproduzenten spielen sie so gut wie keine Rolle.

Flussbüffel werden hauptsächlich für die Milch- und Fleischproduktion gezüchtet. Das Zentrum der Flussbüffelzucht liegt in Indien. Dort gibt es auch die meisten Rassen und die ergiebigsten Tiere.

Wenn Sie noch mehr über Wasserbüffel erfahren möchten folgen Sie bitte folgenden Links:

bethge.freepage.de

de.wikipedia.org

www.world-of-animals.de

Wilde? Wasserbüffel im Yala Nationalpark, Sri Lanka © Volker Abels
Wilde? Wasserbüffel im Yala Nationalpark, Sri Lanka © Volker Abels
Domestizierter Wasserbüffel in Laos. © Volker Abels
Domestizierter Wasserbüffel in Laos. © Volker Abels

 

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Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.

Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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