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13 Tipps für bessere Urlaubsbilder bzw. Urlaubsfotos

Boot auf dem Tonle Sap in Kambodscha - www.foto-reiseberichte.com
Boot auf dem Tonle Sap in Kambodscha

Du kommst zurück aus dem Urlaub, freust dich auf die Fotos und bist total enttäuscht von den Ergebnissen? Selbst mit einer Bildbearbeitung am Computer können die schlechten Urlaubsfotos nicht gerettet werden. Vielleicht helfen dir die 13 Tipps für bessere Urlaubsbilder dabei, von der nächsten Urlaubsreise bessere Fotos mit nach Hause zu bringen.

Anfängertipps für Fotografen

Die folgenden Tipps sind vor allem für Anfänger und Gelegenheitsfotografen gedacht, die sich bisher noch nicht so intensiv mit dem Fotografieren auseinandergesetzt haben. Selbstverständlich dürfen auch fortgeschrittene Fotografen die Tipps lesen oder im Kommentarfeld ergänzen.

Bunte Mönchskutten hängen zum trocknen Laos © Volker Abels
Bunte Mönchskutten hängen zum trocknen Laos © Volker Abels

Hier nun die 13 Tipps für bessere Fotos:

1. Kamera kennen lernen und beherrschen

Erstaunlicherweise gibt es viele Menschen, die ihren Fotoapparat benutzen, obwohl sie die Bedienungsanleitung gar nicht oder nur unzureichend gelesen haben. Lerne deshalb deine Kamera kennen, damit du sie auch bedienen kannst. Nicht selten haben Neulingen schon Probleme Akkus oder Speicherkarten zu wechseln. Sorge dafür, dass dir so ein Malheur nicht passiert.

Bei den nachfolgenden Tipps gehe ich gehe einmal davon aus, dass du die Bedienungsanleitung der Kamera gelesen hast und sie auch bedienen kannst.

2. Nur anziehende und interessante Motive fotografieren

Oft ist es doch so, dass man manche Motive nur fotografiert, weil es ein Muss ist oder der Beweis, dass man einen Ort besucht hat. Gut, du hast dann zwar Fotos, aber du wirst nicht wirklich zufrieden mit den Ergebnissen sein.

Wer gute Fotos machen möchte, sollte ein Interesse am Motiv haben. Das Motiv sollte dir Spaß machen, eine Herausforderung sein, dich ansprechen. Entwickle  eine Beziehung zum Motiv, zumindest aber darf dir das Motiv nicht egal sein.

3. Extrem kontrastreiche Motive vermeiden

Als Anfänger oder Gelegenheitsfotograf solltest du Motive mit extremen Kontrasten vermeiden. Wenn du nicht genau weisst was zu tun ist, machen diese Motive wenig Sinn. Selbst die modernsten Kameras sind oft nicht in der Lage, aus solchen Motiven eine richtige Belichtung zu berechnen, bzw. auf dem Chip zu speichern. Fotomotive, die halb im Schatten und halb in der Sonne liegen oder eine Person vor einer hellen Wand, sind gerade für Anfänger nicht einfach zu fotografieren. Um bei solchen Motiven gute Ergebnisse zu erzielen braucht es schon eine gewisse Erfahrung.

4. Lichteinfall beachten

Oft sieht man Fotos, auf denen die Personen mit zusammengekniffenen Augen in die Kamera blicken. Ihnen scheint die Sonne direkt ins Gesicht. Diese Fotos mögen zwar richtig belichtet sein, da du ja die Sonne im Rücken hast (was ist prinzipiell ja auch oft richtig ist), aber es sieht nicht besonders schön aus. Besser wäre es in so einem Fall, wenn das Licht von der Seite käme.

5. Hauptmotiv groß und formatfüllend

Geh ran ans Motiv. Auf vielen Fotos kann man das Hauptmotiv kaum erkennen. Es verliert sich in der Umgebung. Fotografiere das Hauptmotiv formatfüllend.

Die Menschen, die du fotografierst, sollten das Bild komplett ausfüllen. Gleiches gilt für Gebäude,  Tiere, Bäume etc.. Viel wirkungsvoller ist es auch, anstatt vieler Pflanzen, z.B. eine Blüte oder eine einzelne Pflanze aufzunehmen.

6. Auf den Hintergrund achten

Achten Sie darauf, dass der Hintergrund des Motivs nicht zu unruhig oder zu dominant ist. Manchmal hilft es, ein Stück zur Seite zu gehen. Sicherlich haben Sie auch schon Fotos gesehen, auf denen den porträtierten Personen Äste, Masten oder ähnliche Gegenstände aus dem Kopf zu wachen scheinen. Das sieht zwar hin und wieder ganz lustig aus, hat mit einem guten Foto aber nicht viel zu tun. Gerade bei Porträts sollten Sie auf einen ruhigen, möglichst einfarbigen Hintergrund achten.

7. Menschen fotografieren

Viele Fotografen haben Hemmungen bei Menschenfotos. Überwinde dich, denn Fotos von Menschen sind doch das „Salz in der Suppe“. Sie machen deine Fotoserie erst richtig attraktiv.

Ich meine damit nicht unbedingt deine Mitreisenden (obwohl hin und wieder ein Schnappschuss ja auch ganz witzig sein kann), sondern Einheimische. Der Verkäufer am Marktstand, die alten Männer beim Boule spielen oder die jungen Frauen, die sich für ein Fest gestylte haben und so weiter. Auch hier gilt natürlich, möglichst formatfüllend zu fotografieren. Du kennst doch sicher Fotos, auf denen abgebildete Personen ganz klein vor einem Haus stehen. Man benötigt fast eine Lupe um sie zu sehen. So ein Foto ist doch uninteressant.

Wichtig ist es, sich von den Personen eine Genehmigung zu holen. Häufig reicht schon ein Lächeln und Nicken. Das ist normalerweise kein Problem, allerdings würde ich beim Veröffentlichen von Fotos bei Facebook oder anderen Social-Media Kanälen sehr vorsichtig sein. Das würde ich explizioet erwähnen. Da du sonst als Anfänger wahrscheinlich die Fotos für den privaten Gebrauch machst, dürfte das reichen. Falls jemand nicht wünscht fotografiert zu werden (was mir äußerst selten passiert ist), lässt man es eben. Es gibt genügend Menschen, die sich gerne fotografieren lassen.

Ein Bauer trägt die Reisbündel zum Dreschplatz - www.foto-reiseberichte.com
Ein Bauer trägt Reisbündel zum Dreschplatz

8. Hochformat wählen

Wechsel hin und wieder das Format. Die meisten Motive werden im Querformat fotografiert. Es gibt aber eine Reihe von Fotomotiven, die ihre volle Wirkung erst bei Aufnahmen im Hochformat erzielen. Solche Fotos wirken viel interessanter und dynamischer als Bilder im üblichen Querformat. Türme, Kirchen oder hohe Bäume sind prädestiniert für Aufnahmen im Hochformat. Aber auch Porträts kann man sehr gut im Hochformat fotografieren. Die Bildflächen werden besser ausgenutzt und überflüssige Leerräume vermieden.

9. Der Goldene Schnitt

Der Goldene Schnitt ist sozusagen der Klassiker in der Bildgestaltung. Das Ideal des Goldenen Schnitts ist eine Aufteilung im Verhältnis 1 zu 1,62. Das hört sich sehr mathematisch an, was es ja auch ist.

Ganz simpel bedeutet es für Fotografen, dass man das Motiv nicht einfach in die Mitte setzt, sonder immer etwas weg vom Zentrum. Das sorgt für mehr Spannung und Dynamik im Foto. Ein klassisches Beispiel ist eine Aufnahme vom Meer. Wenn der Horizont genau in der Mitte der Aufnahme liegt, wirkt das Bild langweilig. Verschiebst du  diesen Horizont nach oben oder unten kommt sofort mehr Leben in das Bild.

10. Vorsicht bei Gegenlicht

Wie schon unter Punkt 3 angesprochen, haben Fotoapparate Probleme mit starkem Kontrast. Kommt beim Fotografieren das Sonnenlicht von vorne, hat die Kamera Probleme die richtige Belichtung zu wählen. Ein Muss ist die Gegenlichtblende vor dem Objektiv. Falls das nicht möglich ist, kann auch mit der Hand oder einer Pappe das Objektiv vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Allerdings ist es trotz Gegenlichtblende nicht einfach, richtig belichtete Fotos zu erhalten. Da hilft of nur das Spiel mit Überbelichtungen und vielen Fotos.

Wenn du Porträts bei so einer Lichtsituation machen möchtest, hilft es den Blitz zu benutzen, um die Gesichter der Personen aufzuhellen. Es gibt für viele Kameras Motivprogramme, die automatisch den Blitz zuschalten.

11. Bewegungen kurz belichten

Achte, bei sich schnell bewegenden Motiven, auf eine kurze Belichtungszeit. Um sicher zu gehen, sollte sie nicht langsamer als eine 1/250 Sekunde sein. Das gilt zum Beispiel für Aufnahmen von Tieren, beim Sport und sich schnell bewegenden Kindern. Viele Kameras bieten auch entsprechende Programme, wie z.B. die Einstellung auf „Sport“.

12. Auf Details achten

Neben den „üblichen“ Fotos kann ein Blick aufs Detail zu tollen Aufnahmen führen. Mach Aufnahmen von typischen oder kuriosen Gegenständen. Mach Detailaufnahmen. Solche Fotos lockern deinen Vortrag oder deine Bilderreihe auf und vermitteln auch etwas Lokalkolorit.

Denke an bunte Balkonblumen, Marktstände, Schaufenster, knorrige Bäume bzw. Äste, das Graffiti an der Wand, der künstlerisch gestalte Dachgiebel und andere interessante Einzelheiten. Geh mit offenen Augen durch die Welt und finde spannende Motive.

Liebesschloss © Volker Abels - foto-reiseberichte.com.Liebesschloss – auch ein Blick auf Details kann zu interessanten Fotos verhelfen

13. Trübes Wetter und Regen

Auch im Urlaub gibt es mal trübere Tage oder sogar Regentage. Aber dieses Wetter kannst du auch nutzen. Blumen leuchten besonders gut, bei bedecktem, leicht trüben Wetter. Aber auch Regenfotos können interessant sein. Menschen, die durch den Regen huschen, der Regenbogen, Wassertropfen auf Blättern und vieles mehr.

Bei solchen Wetterverhältnissen solltest du die Fotos leicht überbelichten. Regel evtl. die Blende der Kamera manuell 0,5 bis 1,0 Stufen höher. Oder stell die Automatik in der Kamera entsprechend ein (wie das geht steht in der Bedienungsanleitung). So werden die Fotos nicht dunkel und unterbelichtet und die Ergebnisse wirken gleich viel freundlicher.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Fotografieren und tolle Urlaubsfotos.

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Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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5 Kommentare

  1. Vielen Dank für die tollen Tipps!
    Die meisten kannte ich zwar schon aber es ist immer gut, sich noch einmal an die „Schwierigkeiten“ zu erinnern, den ein Bild mit Gegenlicht zu fotografieren., kann ich noch immer nicht. ;-D
    Üben, üben, über…

    Schöne Grüße
    Christina

  2. Sicherlich sind viele Tipps schon bekannt. Aber manchmal denkt man nicht daran oder vergisst den einen oder anderen Tipp. Deshalb ist es immer wieder gut, wenn mal die Erinnerung aufgefrischt wird.
    Gruß
    Volker

  3. Deine Bilder sind wirklich sehr schön. Danke für die Tipps, sie sind sehr hilfreich! 🙂 LG

  4. Hallo Nava,

    vielleicht werde ich auch einmal Marrakesch besuchen. Dein Blog macht zumindest Lust darauf.

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