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Die Sonnenblende beim Fotografieren

Sonnenblenden

Meine letzte Kamera kaufte ich zusammen mit einem Kit-Objektiv. Eigentlich wollte ich nur den Kamera-Body, aber das Angebot war so gut, dass ich Kamera und Objektiv zusammen kaufte.

Beim Öffnen der Verpackung fiel mir auf, dass eine Sonnenblende oder Gegenlichtblende* nicht zum Lieferumfang gehörte. Für mich sehr unverständlich, denn eine Sonnenblende gehört meiner Meinung nach einfach auf ein Objektiv. So war ich gezwungen, mir zusätzlich dieses Teil zu kaufen.

Verzicht auf eine Gegenlichtblende?

Scheinbar gibt es aber eine Reihe von Fotografen und Fotografinnen, die auf eine Sonnenblende verzichten. Ich habe mich schon oft darüber gewundert, wieso sie darauf verzichten. Klar, man kann so ein Teil verlieren und muss sich dann wieder eine neue Gegenlichtblende kaufen – was wieder Geld kostet. Sie ist auch manchmal hinderlich, wenn ich die Kamera transportiere oder ein Filter auf die Kamera schraube. Ja, zum Objektiv passen muss so eine Sonnenblende natürlich auch. Aber sind das wirklich gute Gründe um darauf zu verzichten?

Vorteile bei der Nutzung einer Sonnenblende

Es überwiegen für mich die Vorteile. Ich mache häufig Gegenlichtaufnahmen und Fotos mit seitlicher Licht- und Sonneneinstrahlung. Eine Sonnenblende hilft mir, den Streulichteinfall zu verringern. Einen ähnlichen Effekt erziele ich ja auch, wenn ich mir die Hand über meinen Augen halte, um sie abzuschatten. So kann ich beim Blick in eine starke Lichtquelle, wie zum Beispiel der Sonne, besser sehen, und werde nicht geblendet.

Verhinderung von unerwünschtem Lichteinfall

Durch den Einsatz der Gegenlichtblende verhindere ich also (zumindest teilweise) unerwünschten Lichteinfall und Reflexe durch Spiegelungen im Glas. Das macht übrigens die Fotos brillanter und klarer. Ein weiterer positiver Aspekt einer Sonnenblende ist auch deren Schutzfunktion. Das gilt ganz besonders für die starren und stabilen Ausführungen.

Wichtig ist aber, dass die Gegenlichtblende für das entsprechende Objektiv geeignet ist. Eine Gegenlichtblende, die für ein Teleobjektiv gedacht ist, würde bei einem Normal- oder Weitwinkelobjektiv den Rand so stark vignettieren, sprich abdunkeln, dass kein vernünftiges Foto zustande käme. Umgekehrt hätte eine Sonnenblende für ein Weitwinkelobjektiv keinen Nutzen für ein Teleobjektiv – sie schützt nicht (oder nur minimal) gegen Lichteinfall.

GegenlichtblendenSchutz des Objektivs vor Beschädigung

Bei einer Reise im Dschungel von Nordthailand hatte ich mir die Kamera über meine Schulter gehängt, um eine wackelige Hängebrücke zu überqueren. Ich machte eine falsche Bewegung und die Kamera knallte mit dem Objektiv gegen die seitliche Halterung der Brücke. Ich verlor zwar bei dieser Aktion die Sonnenblende, das Kameraobjektiv blieb aber unversehrt. Hätte ich keine Gegenlichtblende auf dem Objektiv gehabt, hätte das Objektiv sicherlich einen Schaden abbekommen.

Eine Sonnenblende verhindert also nicht nur unerwünschten Lichteinfall, sondern schützt auch noch das Objektiv vor Beschädigungen.

Gründe für den Verzicht auf eine Gegenlichtblende

Es gibt allerdings auch Situationen, in denen eine Sonnenblende nichts bringt oder aber sogar stört. Wenn ich mit einem Steckfiltersystem (z.B. von Cokin, Lee u.a.*) arbeite, kann ich keine Gegenlichtblende aufschrauben. Auch wenn ich ein Schraubfilter auf dem Objektiv habe, muss ich sehen, dass die Sonnenbrille nicht vignettiert, sprich die Ränder des Bildes nicht abdunkelt.

Viele Kameras haben ja einen eingebauten Systemblitz. Wenn ich den nutze, mache ich die Gegenlichtblende immer ab (wenn ich es nicht vergesse). 🙂 Wenn die Sonnenblende auf dem Objektiv verbleibt, entsteht ein hässlicher, dunkler Schatten auf dem Foto. Der Blitz wirft sein Licht nämlich teilweise auf die Sonnenblende und diese wirft diesen dunklen Schatten. Damit habe ich mir schon ein paar Bilder verdorben, weil ich einfach nicht daran gedacht habe, die Gegenlichtblende vorher vom Objektiv zu entfernen.

Wie vielleicht ersichtlich ist, bin ich ein Befürworter von Gegenlichtblenden. Wer meinen Argumenten folgen kann und noch keine Sonnenblende hat, kann sich gerne mal bei Amazon* umsehen. 🙂

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Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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