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Trekking in Thailand – Bergwandern in Nordthailand in der Nähe von Chiang Mai

Zubereitung einer Mahlzeit Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Zubereitung einer Mahlzeit Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels

Auf meiner Thailandreise 2006, wollte ich unbedingt eine Trekkingtour unternehmen. Meine Frau Deng hatte keine Lust dazu und wollte lieber bei der Familie bleiben. Da wir in Chiang Mai wohnten, suchte ich dort nach Informationen zu einer Tour. In mehreren Reisebüros wurde ich fündig. Alle Touren klangen irgendwie gleich, lediglich die Preise variierten.

Ich entschied mich dann bei „Nois Kitchen“ eine Tour zu buchen. 3 Tage für rund 36 Euro. inkl. Transport, Guiedes, Essen und Übernachtung.

Ein kleiner Rucksack, Schlafsack und Isomatte gehörten zu meiner Ausrüstung. Nach der Verabschiedung von meiner Frau, holte mich ein kleiner Bus ab und brachte mich zu einem Pickup. Dort warteten meine Mitreisenden schon auf mich.

8 Trekker und zwei Guides und alle jünger als ich. Nun, nicht das ich damit Probleme gehabt hätte, dass ich mit meinen 46 Jahren rund 10 Jahre älter war als die nächstältesten, ein holländisches Paar. Letztendlich hatte ich nur etwas Befürchtungen, dass mir die anderen ein so hohes Tempo vorlegen würden und ich nicht mehr hätte mithalten können. Um es kurz zu machen, ich hatte die anderen etwas überschätzt.

Schnell stellte sich heraus, dass alle Mitglieder der Gruppe umgänglich waren. Das junge Paar aus Vietnam, Anfang 20. Auch mit den 4 Chinesinnen, alle zwischen Mitte 20 und Anfang 30, verstand ich mich gut. Wobei eine von ihnen, des englischen kaum mächtig war und die Kommunikation daher eher rudimentär. Dafür war eine andere der Frauen sehr redsam. Sie sprach perfekt Englisch und sie war eigentlich gar keine richtige Chinesin. Sie kam aus Macao. Immerhin erfuhr ich durch sie einiges über China.

Vor der Tour fuhren wir noch in einen Ort, in dem unsere Guides Lebensmittel und andere Waren für den Trek kauften. Nach einigen Minuten Fahrzeit erreicht wir anschließend unser Startgebiet. Dort wurde erst mal zu Mittag gegessen.

Auf dem Weg dorthin lag auf der Straße eine Schlange. Sie war überfahren worden, lebte aber noch etwas. Aber nicht mehr lange. Einer unserer Führen sorgte für ihr Ende und freute sich schon über ein leckeres Schlangenragout für den Abend.

Wir besuchten ein Dorf der Meo, in denen Frauen an ihren Webstühlen saßen. Einige der fertigen Stücke konnten käuflich erworben werden. Keiner aus unserer Gruppe hatte allerdings vor unserer Tour Intersse am Kauf von Textilien.

Nicht lang danach ritten meine „Mittrekker“ eine Stunde auf Elefanten herum, was mir nicht so wichtig war. Ich hatte diesen Teil der Tour nicht gebucht. So sammelte im Schatten einiger Häuser meine Kräfte für die anstehende Tour.

Der Weg führte nach kurzer Zeit fast ausschließlich bergauf. Schön für uns alle, meistens ging es durch Wald. Kein spektakulärer Primärwald, den es sowieso nicht mehr sehr häufig gibt, aber immerhin Dschungel. Ich hielt mich etwas zurück, und ging meistens zum Schluss unserer Gruppe.

Die anderen sahen belustigt, dass ich das meiste Gepäck mit mir trug. Warum Schlafsack und Isomatte? Das werde uns doch alles gestellt.

Nach zwei – drei Stunden machten wir Pause. Die anderen schwammen eine Runde unter einem Wasserfall. Ein wirklich idyllischer Ort. Hier könnte man durchaus länger verweilen. Ich stärke mich mit ein paar Keksen und trank von meinem Wasser.

Nach der Pause ging es weiter bergauf. Ich setzte meinen Laufrhythmus fort. Ich war nicht mehr der Letzte. Die Holländer hatten wenig Probleme. Alle anderen wurden langsamer. Nach etwa 2 Stunden kamen wir in das Dorf, in dem wir übernachteten. Hatte ich schon erwähnt, das ich der erste war?

Die Dusche, ein Wasserschlauch der aus den Bergen kam, war kühl und erfrischend. Das Essen lecker und die Schlange? Scheinbar waren unsere Guides überrascht – alle wollten von der Schlange probieren. Sie wollten uns davon abhalten. Wir könnten die Schlange nicht vertragen – besser wäre es, nicht davon zu essen. Wir blieben hartnäckig. Also, gut jeder durfte einmal probieren. Ein Stück, gut gerechnet ein Kubikzentimeter Fleisch, machte die Runde. Jeder konnte ein Fragment der Schlange testen. Wirklich viel geschmeckt habe ich aber nicht.

Programm muss sein. Später entfachten ein paar Männer ein Lagerfeuer. Wir tranken einige Biere und ein Dorfbewohner machte auf einem Instrument, das an eine selbst gebaute Gitarre erinnerte, Musik. Sie wurde, nachdem er ein paar Bierchen inne hatte, immer intensiver.

Irgendwann gingen wir in unsere Hütte, die an allen Seiten offen war. Wir krochen in unsere Schlafsäcke, die jeweils  unter einem Moskitonetz lagen.

Die Nacht wurde kühl und der Schlafuntergrund war relativ unbequem. Ich merkte davon allerdings nicht so viel. Schließlich brachte ich meine eigene Unterlage und meinen eigenen Schlafsack mit. Die anderen Mitglieder der Trekkinggruppe zogen sich sämtliche Kleidungsstücke, die sie dabei hatten, an. Die gestellten Decken und die Schlafunterlagen reichten nicht wirklich. Es hatte sich für mich also doch gelohnt, Schlafsack und Isomatte mitzunehmen.

Nach dem Frühstück (Kaffee, Toast, Marmelade) trennten sich unsere Wege. Zusammen mit einem der Führer verließen mich die anderen. Ich hatte als einziger eine 3 Tage –Tour gebucht.

Wir warteten noch einige Minuten, dann brach auch ich mit meinem Führer auf. Wir durchwanderten Bambuswälder, kamen an Bananenplantagen vorbei und durchquerten Dschungelgebiete. In einem Dorf machten wir Pause. Ein Mittagessen war schnell fertig. Ich rief, irgendwie kam es mir schon etwas komisch vor, mit dem Handy meine Eltern in Deutschland an. Dabei beobachtete ich die Dorfschweine in den Ställen unter den Hütten.

Nach einer Wanderung von 2 –3 Stunden erreichten wir nachmittags unseren Übernachtungsplatz in einem kleinen Dorf. Die meisten der Bewohner arbeiteten noch auf ihren Feldern. Irgendwann kam auch der Besitzer unserer Unterkunft. In der Küche, einer Bambushütte, machten wir es uns bequem. Mein Führer zauberte ein leckeres Essen. Hähnchen, Gemüse, Reis. Ich gab Bier aus. Wir Männer ließen es uns schmecken. Die Frau des Vermieters wollte allerdings kein Bier.

Der Abend wurde sehr spaßig. Ob es am Bier lag? Wir lachten viel und erzählten uns die tollsten Geschichten über Schlangen im Dschungel, Geister und ähnliche Gestalten. Nachts in den Dschungel zu gehen wäre demnach nicht angebracht. Nach einigen Stunden verkrochen wir uns dann zum schlafen.

Nach einem Frühstück, wanderte ich mit meinem Guide noch ein paar Stunden durch Bambuswälder oder mit Restdschungel bewachsenes, durch Felder unterbrochenes, Gelände. An einem kleinen Ort machten wir eine Pause. Dort trafen auch ein paar andere Trekker mit Führer ein. Ein kleiner Wasserfall und Teiche luden zum Baden ein.

Nach der Pause führte unser Weg durch die schöne Landschaft, die allerdings immer mehr von Feldern dominiert wurde. Gegen Mittag stießen wir auf eine Ansiedlung, die an einer Straße lag. Dort gab es ein paar Restaurants, wo ich mein Mittagessen erhielt. Dort Ort war Treffpunkt für verschiedene Trekkinggruppen. Von hier aus ging es auch zur letzten Station, dem „River-Rafting“. Da ich es nicht gebucht hatte, fuhr ich weiter zum Endpunkt der Flusstour.

Nach einiger Zeit ging es zurück nach Chiang Mai, wo ich von meiner Frau und ihrem Bruder abgeholt wurde.

Elefantenritt Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Elefantenritt Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Hütte in einem Bergdorf - Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Hütte in einem Bergdorf – Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Dschungel in Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Dschungel in Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Dschungel in Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Dschungel in Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Abendessen bei einer Familie in einem Bergdorf, Thailand nördlich von Chiang Mai © foto-reisebrichte.com
Abendessen bei einer Familie in einem Bergdorf, Thailand nördlich von Chiang Mai © foto-reisebrichte.com
Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels
Thailand nördlich von Chiang Mai © Volker Abels


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Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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