Home » Reisen » Laos » Luang Prabang – erste Eindrücke der alten Königsstadt in Laos

Luang Prabang – erste Eindrücke der alten Königsstadt in Laos

Holzhaus in Luang Prabang - Laos © Volker Abels
Holzhaus in Luang Prabang – Laos © Volker Abels

Luang Prabang – Königsstadt am Mekong

Rotgold steht die Sonne über den Gipfeln der Bäume am Fluss. Vor mir dümpeln vertaute Boote im Wasser. Andere Barkassen schieben sich durch die golden glänzenden Fluten. Ein paar Transportboote bewegen sich flussabwärts. Romantisch, kitschig, schön ist der Sonnentergang hier am Mekong – an den Ufern dieses mächtigen Flusses in Luang Prabang.

Luang Prabang, schon der Name der Stadt, oder sollte ich sagen des großen Dorfes klingt verheißungsvoll. Acht Tage habe ich mir Zeit genommen um diesen Ort und die nähere Umgebung zu erkunden.

Eine Turboprobmaschine brachte mich von Chiang Mai (Thailand) hierhin. Ein kleiner Flughafen, eine relativ kurze Warteschlange an der Immigration. Dann geht es los. Mit einem Taxi lasse ich mich in den Ort bringen. Ich benötige noch einen Platz zum übernachten. Schnell werde ich in einem preiswerten und sauberen Guesthouse, dem Yalia-Guesthouse, fündig. 10 Dollar die Nacht. Da kann man nicht meckern.

Meine Unterkunft ist zwar nicht direkt im alten, restaurierten Stadtteil, aber die Wege sind kurz in Luang Prabang. Schon nach ein paar Minuten Fußmarsch bin ich am Mekong. Der Weg zum alten Stadtteil mit den vielen Tempeln dauert ebenso nur ein paar Minuten. Gleiches gilt für die Strecke zum Khan-Fluss, der am nordöstlichen Teil der Altstadt in den Mekong mündet.

Sonnenuntergang am Mekong
Sonnenuntergang am Mekong © Volker Abels

Luang Prabang – seit 1995 Weltkulturerbe

Wunderschön restaurierte Häuser und Tempel sind ein Grund, warum immer mehr Touristen Luang Prabang besuchen. 1995 zum Weltkulturerbe ernannt, hat sich die Stadt, mit entsprechenden Fördermitteln, zu einem belebten und lebendigen Museum entwickelt. Beim schlendern auf den Straßen und Gassen, blicke ich auf Häuser, die frisch renoviert, gestrichen in braun, blau und verschiedenen hellen Tönen vom wirtschaftlichen Aufschwung zeugen.

Die am weitesten verbreitet Farbe in Luang Prabang ist Orange. Das ist die Farbe der buddhistischen Mönche und Novizen, die allein oder in Gruppen durch die Stadt gehen, in und an den Tempeln tätig sind und das Leben in der Stadt maßgeblich beeinflussen.

Mein erster Eindruck, von Luang Prabang ist, dass die wunderschön restaurierten Häuser, im asiatisch-französisch kolonialen Baustiel, fast nur Gästehäuser, Restaurants und Reiseagenturen beinhalten. Erst auf den zweiten Blick, nachdem ich auch durch kleine Gassen gehe, sehe ich dass hier auch Menschen leben.

Schöner Nachtmarkt in Luang Prabang

Für die Touristen entsteht in der Mitte der Stadt jeden Abend ein großer Nachtmarkt, auf dem neben Kunsthandwerk, schönen Webearbeiten auch T-Shirts, Jeans und andere Produkte verkauft werden. Obwohl dieser Markt ein reiner Touristenmarkt ist, hat mir die Atmosphäre sehr gut gefallen. Im Gegensatz zu anderen Nachtmärkten hat für mich der Markt in Luang Prabang einen fast meditativen Charakter. Gedämpfte Geräusche, leises Sprechen. – Ruhe. Selbst das Handeln geschieht in Ruhe und Zurückhaltung, auch bei den vielen Urlaubern.

Wer vom Handeln hungrig geworden ist, kann sich an einem der vielen Stände, die am Rande des Marktes aufgebaut werden, mit Baguette, Snacks, diversen Fruchtshakes und anderen Köstlichkeiten stärken.

Natürlich gibt es auch die typischen asiatischen Märkte für Einheimische in Luang Prabang. Hier findet sich alles was ein Laote für das tägliche Leben benötigt. Früchte, Kräuter, Gemüse, Fleisch und Fisch, werden ebenso angeboten, wie Kleidung, Töpfe, Plastikkram und Macheten aus alten Eisenteilen.

Exotische Gerüche umwehen meine Nase und auch der von mir so geliebte Geruch von gegrillten Hähnchen. Ich kann nicht widerstehen und kaufe mir einen großen Schenkel – einfach lecker. Irgendwo habe ich Schnaps mit eingelegten Skorpionen, Schlangen und anderen Tierchen entdeckt. Da ganze sieht zwar kurios aus, ist aber sicher nur etwas für ganz besondere „Feinschmecker“.

Wer keinen Hunger auf einen der Snacks, die überall in der Nähe des Marktes angeboten werden hat, kann sich in eines der vielen Restaurants begeben. Viele der Restaurants bestechen durch wunderschöne Ausstattungen, ästhetisch und einem Ambiente zum Wohlfühlen. Allerdings hat mich das Essen nicht immer überzeugen können.

Stimmungsvoll – der Abend am Mekong

Besonders abends, beim Einschalten der dekorativen Beleuchtung, wirken viele der Restaurants noch einladender. Besonders stimmungsvoll und ein Platz zum relaxen sind die vielen, ich nenne es mal Biergärten, an den Ufern von Mekong und Kahn-River. Besonders bei Sonnenuntergang, mit einem leckeren Beerlao in der Hand oder auch einem Glas Wein, sind diese Plätze ein angenehmer Ort um den Tag ausklingen zu lassen.

Hier kann eine Stadt- und Tempeltour gebucht werden.*

Booking.com

Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

Das könnte auch interessant sein.

Fotograf am Angkor Wat in Kambodscha

Angkor Wat und Kambodscha – lohnt sich ein Besuch?

Traumziel Angkor Wat Viele Jahre spielte ich mit dem Gedanken, nach Kambodscha zu reisen. Angkor …

2 Kommentare

  1. Hallo, wir waren zum 1. Mal mit Phönix-Reisen auf einer Flusskreuzfahrt. Beginn Laos, Bangkok, Phnom Penh, Ho Chi Minh Stadt. Gut dass wir in Laos die Reise begonnen hatten, so fand die Akklimatisierung leichter statt (Reisezeit Dezember 2001). Ihre Beschreibung von Luang Prabang trifft genau zu, wir haben uns hier sehr wohl gefühlt (Santi Resort). Danach Bangkok – Schwamm drüber….. Es folgte Phnom Penh. Eine Stadt, die uns und die Mitreisenden ebenfalls sehr positiv überrascht hat. Eine Wohlfühlstadt. Auch die Ausflüge zu sehenswerten Orten waren interessant, aber auch bedrückend (Killing Fields). Danach ging es nach Siem Reap, der pure Wahnsinn: Angkor Thom, Angkor Wat, dazu tolle Hotels der gehobenen Sternenklasse! Nächster Punkt Fahrt mit dem Schnellboot über den Tonle Sap, durch einen handgegrabenen 27 km langen Kanal auf dem es scheinbar keine Schiffsverkehrsregelung gab bis Ho Chi Minh Stadt. Diese Stadt ist sehr interessant. Ich kann in diesem Kommentar die 1000 Eindrücke nicht mal anreißen. Aber in jedem Fall lohnt sich eine Rundreise durch Laos und Kambodscha; wir kommen wieder.

  2. Hallo Herr Haimerl,
    vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Ja, Luang Pranbang hat mit sehr gut gefallen, ich denke in den nächsten Jahren werde ich bestimmt noch einmal dorthin fahren.
    Die anderen Städte habe ich noch nicht besucht, bis auf Bangkok. Dort war ich in diesem Jahr, das erste Mal seit 2002. Ich bzw. wir waren nur kurz da, fanden es aber gar nicht so schlecht. Siem Reap/Ankor Wat war eigentlich für dieses Jahr geplant, klappte dann aber doch nicht – das wird auf jeden Fall nachgeholt. Auf jeden Fall werden wir in den nächsten Jahren einige diese Städt und Orte besuchen.
    Viele Grüße
    Volker Abels

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.