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Wanderung um den Pushkar-See in Rajasthan – Indien

 

Bauern arbeiten auf einem Feld bei Pushkar in Rajasthan - Indien © Volker Abels

Mein vorletzter Artikel handelte vom Pushkar–Festvial, bzw. der Pushkar Mela. (siehe hier). Heute möchte ich noch ein paar Eindrücke von einer Wanderung um den Pushkarsee vermitteln.

Pushkar liegt im indischen Bundestaat Rajahstan, einem sehr trockenem Gebiet. Große Teile des Landes bestehen aus Wüste und wüstenähnlichen Landstrichen. Die Stadt selber liegt in einem Gebiet, das ich als Halbwüste bezeichnen möchte. Die Ausläufer der Wüste Thar sind ja wirklich nicht allzu weit.

Bei der schon erwähnten Wanderung um den Pushkar-See, machte ich mir ein Bild davon, wie die Bauern in der näheren Umgebung der Stadt lebten. Ärmlich.

Das Leben dort ist hart und entbehrungsreich. Bei meinem Streifzug sah ich, wie ein Bauer mühevoll in der Mittagshitze sein Feld pflügte. Wobei ich noch nicht einmal sagen kann, ob ihm das Feld selber gehörte oder ob er einer dieser armen Menschen war, der dieses Grundstück zur Pacht bearbeitete. Üblicherweise für diese Gegend (ähnlich wie auch in anderen Teilen von Indien), wurde ein Holzpflug von 2 Ochsen gezogen, um den Boden für die Aussaat vorzubereiten. Diese Arbeit ist an sich schon sehr hart, besonders anstrengend ist sie aber unter der sengenden Sonne.

Auch die Unterkünfte der Menschen wirkten sehr armselig. Die Menschen lebten in, mit Stroh bedeckten, Lehmhäusern. Als Brennstoff wurde der Dung von Tieren, besonders von Kühen, genutzt.

Bei meinem Ausflug sah ich, dass in dieser Gegend auch Ziegen gezüchtet wurden. Eine junge Frau kam mir, mit einem Trupp dieser Tiere, entgegen und verschwand langsam in einer Staubwolke.

Auffallend waren die vielen Zuckerrohrfelder, die ich unterwegs sah. Erstaunlich, mit welchen grazil wirkenden Bewegungen, die Frauen die schwere Zuckerrohrlast auf ihren Köpfen balancierten. Übrigens sah ich keinen indischen Mann bei dieser Tätigkeit.

Die Zuckerrohrfelder waren rechtzeitig zum Pushkar – Festival erntereif. Das Rohr wurde unter den vielen Händlern und Pilgern verkauft. Entweder als Stücke, an den man lange herumknabbern und -saugen konnte, oder aber man trank den grünen Saft, der durch Walzen ausgepresst wurde. Der Saft schmeckt übrigens sehr gut und gar nicht so süß, wie man vielleicht vermutet.

Zum Ende meiner Wanderung sah ich einige Geier die auf ein totes Tier lauerten. Auch sie profitierten auf ihre Art vom Pushkar-Fest.

Bauernhütten bei Pushkar in Rajasthan - Indien © Volker Abels
Bauernhütten bei Pushkar in Rajasthan – Indien © Volker Abels
Bauer pflügt mit seinen Ochsen ein Feld bei Pushkar in Rajasthan - Indien © Volker Abels
Bauer pflügt mit seinen Ochsen ein Feld bei Pushkar in Rajasthan – Indien © Volker Abels
Ein Ehepaar sitzt vor seiner Hütte bei Pushkar in Rajasthan - Indien © Volker Abels
Ein Ehepaar sitzt vor seiner Hütte bei Pushkar in Rajasthan – Indien © Volker Abels
Eine Frau schleppt Zuckerrohr bei Pushkar in Rajasthan - Indien © Volker Abels
Eine Frau schleppt Zuckerrohr bei Pushkar in Rajasthan – Indien © Volker Abels
Eine junge Frau treibt Ziegen auf eine Weidefläche bei Pushkar in Rajasthan - Indien © Volker Abels
Eine junge Frau treibt Ziegen auf eine Weidefläche bei Pushkar in Rajasthan – Indien © Volker Abels


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Über Volker Abels

2010 habe ich foto-reiseberichte.com ins Leben gerufen.Reisen und Fotografieren sind meine großen Interessen. Außerdem mag ich (abgesehen von meiner Frau) Fußball (BVB :-)) an Webseiten basteln, im Internet surfen sowie ab und zu selber Sport treiben. Wenn ich Zeit übrig habe (was leider zu selten der Fall ist) lese ich auch gerne mal ein Buch.

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