Bislicher Insel, die letzte Auenlandschaft am Niederrhein
Natur pur – das Naturschutzgebiet Bislicher Insel
Wenn du dich für die Natur interessierst, ist die Bislicher Insel vielleicht etwas für dich. Am Niederrhein, nicht weit entfernt von Xanten, liegt das Naturschutzgebiet Bislicher Insel, eine Auenlandschaft am Niederrhein.
Wir besuchten den Ort im Mai. Wir konnten eine Reihe von Vögeln sehen. Deshalb ist es empfehlenswert, ein Fernglas mitzunehmen, um die vielen Vögel besser beobachten zu können.
Vögel beobachten am Niederrhein bei Xanten
Besonders interessant ist das Naturschutzgebiet für dich, wenn du gerne Vögel beobachten möchtest. Aber auch die Landschaft ist sehr reizvoll. Zumindest uns hat es dort sehr gut gefallen.
Die Bislicher Insel wird teilweise landwirtschaftlich genutzt. Die Insel hat eine Größe von ca. 1200 ha, von denen bisher 886 ha unter Naturschutz gestellt wurden.
Dieses Naturschutzgebiet gehört zu den größten, im Binnenland liegenden, Feuchtgebieten, mit internationaler Bedeutung, in Deutschland, obwohl dort nur noch Fragmente einer der letzten Stromauen am Niederrhein zu finden sind.
Die Tier- und Pflanzenwelt der Bislicher Insel
Schwarzpappeln, Erlen, Ulmen und Weiden gehören zur typischen Pflanzenwelt der Landschaft. In den Schilfgürteln an den Ufersäumen finden sich diverse, der für diese Landschaft typischen Wasservögel wie z. B. Austernfischer, Blesshühner, Haubentaucher, Tauchenten, Wildgänse u. a.
Ein Highlight ist sicherlich die größte Kormorankolonie Nordrhein-Westfalens. Zu den Bewohnern der Bislicher Insel gehören inzwischen aber auch Seeadler und Fischadler. Allerdings sind sie selten.
Sicherlich gehört eine Menge Glück dazu, alle Vogelarten zu sehen, aber einige dieser gefiederten Tiere wirst du sicherlich aufspüren. Relativ einfach sind verschiedene Wildgänsearten zu sehen, besonders Graugänse.
Bei unserem Besuch im Mai konnten wir neben den Kormoranen, verschiedene Wildgänse, Taucher, Reiher und eine ganze Reihe von Singvögeln beobachten. Auch ein seltener Pirol war dabei.
In einem großen Nest, in der Nähe vom Naturforum Bislicher Insel, saßen ein Weißstorch und zwei Jungtiere.
Biber und andere Tiere
Inzwischen sind auch Biber auf der Insel heimisch. Sie sind auch nicht immer zu sehen. Wir hatten leider Pech und keines der Tiere erblicken können. Immerhin, ein von Bibern gefällter Baum, mit den typischen Nagespuren, bestätigte uns, dass dieser Nager tatsächlich dort lebt.
Auch Wasserschildkröten leben im Naturschutzgebiet. Auf einem Baumstamm im Wasser entdeckten wir eines dieser Tiere. Eine recht große Wasserschildkröte ruhte sich dort aus. Leider war es keine heimische Europäische Sumpfschildkröte sonder eine ausgesetzte Gelbwangenschildkröte. Diese Tiere können hier überleben, stammen aber aus den USA.
Ein Paradies aus Menschenhand – Naturschutzgebiet Bislicher Insel
Die Bislicher Insel ist ein Naturparadies aus zweiter Hand, also von Menschen geschaffen worden. Das Naturschutzgebiet wird auch in Zukunft von Menschen betreut und erweitert. So werden beispielsweise bestimmte Pflanzen gefördert und andere dagegen zurückgedrängt.
Unterstützt wird die Arbeit der Naturschützer von Rindern. In einigen Bereichen der Insel laufen sie frei herum. Sie sorgen dafür, dass bestimmte Wiesen nicht zuwuchern. So kann ein breites Artenspektrum gefördert werden.
Auch in der Zukunft sind Menschen damit beschäftigt sein, einen Auenwald im Naturschutzgebiet zu entwickeln. Das Problem im Auenwald der Insel ist, dass natürliche Überschwemmungen sehr selten vorkommen, da die Insel sehr vom Rhein abgeschnitten ist.
Das soll sich aber in Zukunft ändern. Durch Baumaßnahmen wird zukünftig dem Wasser des Rheins die Möglichkeit gegeben, das Naturschutzgebiet zu durchfließen. So kann langfristig eine echte Auenlandschaft entstehen.
Fazit zum Naturschutzgebiet Bislicher Insel
Wenn du dich für die Natur interessierst und nicht nur auf Löwen und Elefanten stehst, besuch einfach mal diese interessante Insel. Uns hat es dort gut gefallen. Da wir in NRW wohnen, werden wir demnächst noch einmal dort hinfahren. Vielleicht ist der Frühling mit der Brutzeit für Vögel eine gute Gelegenheit.
Es folgen noch einige Fotos von der Bislicher Insel:
Wenn du Interesse hast dieses Naturschutzgebiet zu besuchen habe ich hier noch ein paar Links für weitere Information:
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Der Seidenspinner ist leider falsch bestimmt. Es ist tatsächlich die sehr große Raupe des Weidenbohrers! Diese Art passt auch erheblich besser an und in die Natur der Bislicher Insel, da sie dort die nötigen Weiden vorfindet.
Hallo,
vielen Dank für die Information. Ich habe die Beschreibung geändert.
LG
Gerade Störche sind hier in NRW doch weniger zu sehen. Wir beobachten jeden Tag
über eine Live-Webcam in Frankreich (Sarralbe), wie aus den kleinen Küken schon
große Jungstörche geworden sind.
Also für mich eine Reise wert, schaue ich mir definitiv an.
Ob ich einen Biber sehen werde, kommt wohl eher aufs Glück an.